Interview mit Simon Walchshäusl
Das Interview ist im Lokalteil in der Rubrik "NACHGEFRAGT" in der Passauer Neuen Presse am 16.12.25 erschienen.
Er hat mit 15 Jahren ein eigenes Theater
Am Samstag, 20. Dezember, findet um 13.30 Uhr und 15 Uhr eine kostenlose Aufführung des Stücks „Das Un-Geheuer“ des Theater Dideldum im Cineplex statt. Der Gründer des Theaters und Schauspieler Simon Walchshäusl erzählt im Gespräch mit der PNP um was es beim „Un-Geheuer“ geht und wie man mit 15 ein eigenes Theater gründen kann.
Um was geht es bei der Geschichte vom „Un-Geheuer“?
Das Ungeheuer ist einsam und alle fürchten sich vor ihm, dabei will es eigentlich nur Freunde zu finden. Es ist sich sicher, dass das alles nur an dem kleinen Wort „Un“ liegen kann, deshalb versucht es, das wegzubekommen. Erst will es das „Un“ verschenken, dann verkaufen. Keine der beiden Methoden funktioniert, deshalb hat es dafür eine Zeitungsannonce aufgegeben. Diese wird von einem kleinen Mädchen gelesen, das sich dazu bereit erklärt, das Ungeheuer zu besuchen. Sie merkt, dass das Ungeheuer total lieb ist und freundet sich mit ihm an. Das Mädchen kann es sogar davon überzeugen, dass das Wort „Un“ ihm total gut steht und es nicht weggegeben werden soll.
Dann passt die Geschichte doch total zur Weihnachtszeit oder?
Ja, absolut. Für mich geht es in der Geschichte darum, sich gegenseitig zu unterstützen und darum, dass jeder von uns einzigartig ist. Das passt auf jeden Fall zu Weihnachten.
Das Theater Dideldum hast du gegründet. Woher kommt deine Faszination für das Theater?
Ich bin seit ich denken kann theaterbegeistert und habe schon im Kindergarten das Kasperltheater für mich entdeckt. Ein eigenes Theater zu gründen, ist eigentlich mein Plan seit ich fünf Jahre alt bin. Anfangs habe ich viel Kasperltheater gespielt und hatte dabei auch viel Spaß. Irgendwann wollte ich dann lieber selbst auf der Bühne stehen und habe angefangen, Kindertheater zu machen. 2020 habe ich mein Theater Dideldum gegründet.
Wie reagieren deine Familie oder Freunde darauf?
Meine Freunde finden es eigentlich ziemlich cool und meine Familie gibt mir dabei extremen Rückhalt, darüber bin ich wirklich sehr froh.
Was hast du denn in Zukunft noch so geplant?
Wir sind jetzt eine tolle Gruppe von fünf Leuten und haben fürs neue Jahr einige spannende Stücke geplant. Bisher sind wir vor allem in Grundschulen und Kindergärten aufgetreten, in Zukunft wollen wir auch mehr öffentliche Aufführungen machen.
Für wen ist das Stück „Un-Geheuer“ geeignet?
Das Stück ist für alle ab vier Jahren geeignet, ganz besonders natürlich für Kinder. Aber ich finde, dass man in jedem Alter Spaß an dem Stück haben kann. Das hat sich auch bei unseren beiden letzten Aufführungen gezeigt.
Interview: Julia Stocker
Hinweis: Es wurden an dem Text keinerlei Änderungen vorgenommen. Der Text ist in genau dieser Form in der Passauer Neuen Presse zu finden.